Präparat aus der Sammlung der Fachrichtung für Anatomie und Zellbiologie der Universität des Saarlandes in D-66421 Homburg/Saar.
3D-Scanning und Bearbeitung: R. Bock, N.
Heckmann;
Fachrichtung Anatomie und Zellbiologie
der Universität des Saarlandes in D-66421 Homburg/Saar
Das Os coxae (Hüftbein) ist ein großer, platter Knochen. Es wird aus drei Knochen gebildet, die zwischen dem 14. und dem 16. Lebensjahr miteinander verwachsen:

Das Acetabulum (Hüftgelenkspfanne, wörtlich "Essignäpfchen")
wird von allen drei Knochen gebildet und daher als Teil des Gesamtknochens Os
coxae beschrieben, wohingegen die anderen Strukturen nach den ehemals
selbständigen Knochen benannt sind, z.B. Ala ossis ilii (Darmbeinschaufel). Bei
Jugendlichen sind in der Pfanne die trennenden, Y-förmigen Knorpellinien noch
sichtbar, während bei Erwachsenen eine vollkommene Synostose besteht. Das Acetabulum
ist fast halbkugelig mit erhabenem Rand (Limbus acetabuli) und genau
lateralwärts gerichtet. Der Rand öffnet sich in Richtung auf das Foramen
obturatum (Hüftloch), allerdings wird der Einschnitt (Incisura acetabuli) durch
ein Band, das Ligamentum transversum acetabuli, überbrückt. Am Pfannengrund
umfaßt die Facies lunata, eine halbmondförmige Kontaktfläche für
den Femurkopf, eine rauhe Fläche, die Fossa acetabuli, die sich über
den Einschnitt in Richtung Hüftloch öffnet.
Anatomie des Beckens, allgemein verständlich
Das Becken